Die Chiapflanze

Die einjährige Chiapflanze  gehört zur Gattung des Salbei (Salvia) aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Der botanische Name “Salvia hispanica”, also “spanischer Salbei” wurde im 18. Jahrhundert vom Schwedischen Botaniker Carl von Linné (1707 – 1778) vergeben, weil Chia zur damaligen Zeit auch in Spanien angebaut wurde. Ursprünglich stammt die Chia-Pflanze allerdings aus Südamerika (Mexiko und Guatemala), wo sie seit vielen Jahrhunderten als wichtiges Nahrungsmittel angebaut wurde. Nach Europa kam Chia erst durch die spanischen Eroberer Südamerikas.

Die Chia-Pflanze gilt als äußerst robust. Obwohl deren Anbau mittlerweile in zahlreichen Ländern erfolgt, bilden jedoch die Tropen und Subtropen beste Voraussetzungen für ein prachtvolles Wachstum.

Die blauen Blüten entwickeln sich in Form einer Rispe, die bei optimalen Bedingungen eine Wuchshöhe bis maximal zwei Meter erreichen kann. Es bilden sich zahlreiche blaue bis violette Blüten – ähnlich dem heimischen Lavendel. Im August bis September verwandeln sich die Blüten zu Samenkapseln, die die kostbaren Chiasamen enthalten. Diese waren schon in der Mayazeit ein wichtiges Grundnahrungs- und Heilmittel. Die ovalen Samen sind etwa ein bis zwei Millimeter groß und, je nach Züchtung, unterschiedlich gefärbt: so gibt es Chia-Samen in schwarz, schwarz getupft, weiß und grau.

Da die Pflanze keinerlei Staunässe verträgt, ist ein Anbau nur in regenarmen Regionen möglich. In Europa wird die Powerpflanze jedoch vereinzelt in einigen Teilen Südspaniens kultiviert.