Was ist der Unterschied zwischen schwarzen und weißen Chiasamen?

Chiasamen gehörten vor 500 Jahren neben Mais und Amaranth zu den Grundnahrungsmitteln der Azteken und anderer Stämme in Mittelamerika. Lange in Vergessenheit geraten, wurde Chia erst in den 1990er Jahren in den USA wiederentdeckt. Wegen ihrer Inhaltsstoffe, insbesondere des hohen Gehalts an Omega-3 Fettsäuren und natürlicher Antioxidantien, gelten Chiasamen heute als Superfood und sind mittlerweile in fast jedem Supermarkt erhältlich.

Schwarze und weiße Chiasamen

Wer Chiasamen etwas genauer annschaut, wird feststellen, dass die meisten Samen schwarz sind, vermischt mit einem geringen Anteil weißer Exemplare. Aber was ist der Grund hierfür?

Die Erklärung ist ganz einfach. So wie wir Menschen unterschiedliche Augenfarben haben, so gibt es auch bei den Chia-Pflanzen genetische Variationen. Die meisten heute gezüchteten Chia-Populationen enthalten zu einem niedrigen Prozentsatz auch die weißen Samen. Diese Art von Samen kommt von Pflanzen, die nur weiße Samen produzieren, kodiert durch ein einzelnes rezessives Gen (SSC). Durch Züchtungen (wiederholter Anbau aus weißen Samen) kann man mittlerweile auch ausschließlich weiße Chiasamen kaufen.

Weiße und schwarze Chiasamen gibt es vermutlich schon sehr lange: Züchtungen mit beiden Farben wurden bereits im Jahr 1575 beschrieben, von dem in Mexiko arbeitenden spanischen Mönch Fray Bernardino de Sahagun.

Unterschiede zwischen weißen und schwarzen Chiasamen

Trotz der unterschiedlichen Farbe ist der Nährwert weißer und schwarzer Chiasamen praktisch identisch. Beide enthalten bis zu 25 Prozent Protein, bis zu 30 Prozent Ballaststoffe und erhebliche Mengen an Omega-3-Fettsäuren, Vitaminen, Mineralstoffe und Antioxidantien. Chiasamen sind also in allen Farben eine gesunde Ergänzung für unsere Ernährung.

Wo die Farbe einen Unterschied macht: beim Kochen. So sieht Chia-Pudding aus weißen oder schwarzen Chiasamen tatsächlich anders aus. Was besser gefällt, darf jeder für sich entscheiden.